Mundarten auf Ruegen
Insgesamt wird das Plattdeutsche 'in fünf Gruppen eingteilt:
Mecklenburgisch-vorpommersches Platt, brandenburgisches Platt, mittelpommersches Platt, ostpommersches Platt sowie niederpreußisches Platt. Das Pommersche Platt ist, wie andere niederdeutsche Mundarten auch, in sich durchaus nicht einheitlich. Es gehört zum großen Verband der ostniederdeutschen Mundarten, die in die,oben genannten Gruppen eingeteilt werden. Die Bezeichnung Niederdeutsch hat sich im Laufe der Jahrhunderte als volkstümliche Bezeichnung nicht durchsetzen kannen, Bereits seit dem 15. Jahrhundert sprechen die Menschen dieser Regionen ihre Sprache.
Der Fachausdruck für die niederdeutsche Hansesprache im 14., 15. und 16. Jahrhundert ist "Mittelniederdeutsch". Was sich daran anschloss und bis in die heutigen Tage dauert, ist die Periode des Neuniederdeutschen, also des Plattdeutschen.
Das Mecklenburg-Vorpommersche geht zurück auf die Sprache der Siedler, die im 12. Jahrhundert aus allen Teilen des niederdeutschen Stammesgebietes, vor allem aber aus Niedersachsen und Westfalen, in die Regionen östlich der Elbe kamen. Es handelt sich um eine Ausgleichssprache, die sich bereits im Mittelalter von den niederdeutschen Altländern durch den Plural unterschieden hat, wie Sprachenforscher heute betonen. Der Rückgang des Plattdeutschen setzte nach 1945 ein und es wurde in den 1950er und 1960er Jahren eine Negativkampagne gegen die Spracne seitens der offiziellen Staatssteilen eingeleitet In. der heutigen Zeit gilt das Platt besonders unter den älteren Bürgern noch als zweite "Amtssprache" zum Hochdeutsch.
Theaterbühnen, Künstler und Heimatgruppen halten die Fahne hoch für das Plattdeutsch, das doch über viele Jahrzehnte den Alltag und den Umgang der Menschen in den Regionen stark geprägt hat.
Quelle: à la carte