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Wirtschaftsspionage weiterhin ein Problem für die deutsche Wirtschaft

Newswatcher | 01 Juli, 2008 19:54

Die News-Watcher Redaktion fasst den kürzlich erschienenen Verfassungsschutzbericht 2007 wie folgt zusammen:


- Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin Ziel von Spionage, von Wirtschaftsspionage, Konkurrenzspionage, auch genannt Konkurrenzausspähung und Wirtschaftskriminalität, weil die deutsche Wirtschaft global mit weiteren Nationen an der Spitze steht, sowie als Forschungs- und Technologiestandort gilt. Ziel der Spionage sind wirtschaftspolitische und wirtschaftliche Strategien sowie Produkt- und Forschungsdaten, aus Wirtschaft, Wissenschaft und Spitzentechnologie in den Branchen, Automobilbau, erneuerbare und saubere Energien, Chemie, Kommunikationstechnologie, Optoelektronik, Röntgentechnologie, Rüstungstechnologie, Werkzeugmaschinen, hier besonders CNC-Technologie, Verbundwerkstoffe sowie Materialforschung, dabei sind das Ziel der Spione nicht nur Konzerne sondern auch Kleinunternehmen und der Mittelstand. Eine Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, wozu auch Spionage gehört, ist nicht nur im Interesse der Wirtschaft sondern im Interesse der gesamten Bevölkerung, denn Wirtschaftskriminalität kostet im Endresultat Arbeitsplätze. Die Gesellschaft ist offen und pluralistisch, daher können Spione leichter Informationen beschaffen. News-Watcher Kommentar: die Gesellschaft, insbesondere die deutsche Wirtschaft ist leichtsinnig und naiv, daher fruchtet Wirtschaftsspionage in der deutschen Wirtschaft.

- Haupttäter der Spionage in Deutschland sind Russland und China, aber auch Länder aus dem Nahen und Mittleren Osten und aus Nordafrika.

- Russland nutzt gezielt die eigenen Nachrichtendienste für Wirtschaftsspionage, was sich zukünftig noch verstärken könnte. Die russischen Dienste sind zur Wirtschaftsspionage sogar gesetzlich verpflichtet. Der russische Inlandsnachrichtendienst FSB kontrolliert den gesamten Telefon- und Internetverkehr innerhalb Russlands. Ausländer die sich in Russland aufhalten und damit auch Geschäftsleute, können jederzeit Ziel von Überwachung werden. Gute politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland hindern Russland nicht daran in Deutschland zu spionieren. Die Spionageaktivitäten der Russen erfolgen mit getarnten Diplomaten, wobei die diplomatische Immunität zum Schutz vor Strafverfolgung ausgenutzt wird und Journalisten, durch Fernmeldeaufklärung, durch die Auswertung von offenen Quellen, sprich Internet, Medien usw., sie nehmen an Messen teil oder öffentlichen Vortragsveranstaltungen und versuchen durch Gespräche mit Zielpersonen an Informationen zu gelangen, außerdem arbeiten Sie mit Geheimagenten für verdeckte Infobeschaffungen, wenn es um besonders sensible Informationen geht. Die Spione suchen das Gespräch unter Vorwand ihrer offiziellen Position, zu Personen in ALLEN Aufklärungsbreichen, d.h. auch in der Wirtschaft, arbeiten in der Informationsbeschaffung mit psychologischer Gesprächsführung, und bekommen dann auch geheime Informationen oder Kontakt zu weiteren Zielpersonen, über die sie an Geheiminformationen gelangen können, welche in entsprechenden beruflichen oder gesellschaftlichen Positionen sitzen. Die Alarmglocken sollten klingeln, wenn eine Person bereits beim Treffen, das nächste Treffen vereinbaren möchte, darum bittet, man möge die Person nicht in der eigenen Vertretung telefonisch kontaktieren, unter dem Vorwand dort selten erreichbar zu sein, dies ist eine Taktik zu vermeiden, dass die deutschen Nachrichtendienste auf das Geschehen aufmerksam werden. Der Spion versucht bei den Treffen, die meist in der Gastronomie abgehalten werden, eine freundschaftliche Beziehung zur Zielperson aufzubauen, der Spion vermittelt der Zielperson, dass sie “wichtig“ sei, es kann zu materiellen oder immateriellen Angeboten kommen, oder dass Angebot von Gefälligkeiten. Ziel ist die langfristige Beschaffung von Informationen, entweder über Geld- und Sachzuwendungen oder andere Vorteile. Spätestens wenn der Spion beginnt eine gesicherte Kommunikation aufzubauen und die Treffen zusehends konspirativer werden, kann man davon ausgehen, dass man Ziel einer nachrichtendienstlichen Informationsbeschaffung ist. Geschäftsniederlassungen von Unternehmen, die sich in Russland niederlassen, werden von den russischen Nachrichtendiensten, wie dem FSB überwacht, und es werden Möglichkeiten zur Spionage gesucht, dabei werden Zielpersonen unter Druck gesetzt, wenn ihnen in Russland, Verstöße gegen russische Vorschriften nachgewiesen werden können, wie z.B. gegen das Arbeits- oder Ausländerrecht, man versucht die Zielpersonen somit zum Informationslieferanten zu erpressen, oder es wird versucht, wie schon vormals genannt, über die persönliche Schiene mit psychologischen Mitteln, über Freundschaftsanbahnungen an Informationen zu kommen. Dies gilt nicht nur für Russland sondern auch für andere GUS Staaten, weil die dortigen Nachrichtendienste eng mit Russland zusammenarbeiten. In der GUS sind: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, die Russische Förderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan sowie Belarus.

- Spionagegefahr mit den genannten nachrichtendienstlichen Methoden, geht ebenso von nordafrikanischen Ländern aus sowie Ländern aus dem Mittleren und Nahen Osten wie auch Iran und Syrien, Libyen.

- Es gibt Anzeichen dafür, dass die Volksrepublik China, ihre Aktivitäten zukünftig verstärkt auf Wirtschaftsspionage richtet, sie gehen mit den gleichen klassischen Spionagemethoden wie bereits genannt vor, außerdem kommen nach Meinung von Fachleuten die meisten Angriffe in der Computerspionage von China. Ziel sind vornehmlich Informationen aus der deutschen Hochtechnologie, China arbeitet in Deutschland u.A. mit chinesischen Studenten, Wissenschaftlern, Praktikanten und weiteren Fachleuten in der nachrichtendienstlichen Informationsbeschaffung von deutschem Know-how. Darüber hinaus nutzen chinesische Geheimdienste Bürger aus der chinesischen Volksgemeinschaft in Deutschland, zur Informationsbeschaffung, chinesische Organisationen und Vereine in Deutschland, werden von China gefördert und kontrolliert.

- Nordkorea ist ebenfalls in Deutschland aktiv und arbeitet in der Infobeschaffung ebenso über Gastwissenschaftler, Studenten und Wirtschaftsdelegationen.

- Die Spione tarnen sich als Diplomaten und Journalisten, über sog. Legalresidenturen, das können Botschaften, Generalkonsulate sein oder in halboffiziellen Vertretungen des eigenen Landes wie Presseagenturen oder Fluggesellschaften.

- Die Spione handeln nach politischen und gesetzlichen Vorgaben ihrer Heimatländer, die Ziele ihrer Spionageaktivitäten richten sich nach wirtschaftlichen Zielsetzungen ihrer Heimatländer, dabei nutzen sie neben den genannten Methoden, all jene Methoden, welche ihnen die Informationen bringen, die in ihrem Interesse liegen.

- Hauptziel sind Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsbereiche mit dem Ziel eigene Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Lizenzgebühren einzusparen sowie Produktneuheiten, Fertigungstechniken und auch Unternehmensstrategien und Marktstrategien. Gefährdete Bereiche sind u.A. auch Telekommunikation, Hochfrequenz- und Satellitentechnik und Pipelinetechonologie.

- Angriffe auf Wirtschaftsunternehmen über das Web auf Computersysteme von Unternehmen nehmen zu und stellen zurzeit die größte Spionagegefahr dar.

- Im Allgemeinen gehen Nachrichtendienste in der Informationsbeschaffung den Weg über Studenten, Gastwissenschaftler und Praktikanten aus dem eigenen Land, die sich augenscheinlich für Studium oder Ausbildung in Deutschland aufhalten, wobei aber das eigentliche Ziel die Spionage ist.

News-Watcher Linkempfehlung: privater Wirtschaftsschutz, Geheimschutz für Wirtschaftsunternehmen www.deutschland.eubsa.com www.brillstein-security-consultants.de



 
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