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Der Unisys Security Index zeigt: Zwei von drei Europäern sorgen sich um finanzielle Sicherheit

Newswatcher | 26 Mai, 2008 10:48

Deutsche haben die höchsten Sicherheitsbedenken in Europa – 72% befürchten Kreditkartenmissbrauch

  • Unsicheres Wohlbehagen in Frankreich – mehr als 50% haben keine Angst vor Kreditkartenbetrug
  • Kreditkrise macht sich bemerkbar – ein Drittel der Europäer befürchten, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen zu können
  • Sicherheitsbedenken von Land zu Land sehr unterschiedlich – im Durchschnitt ist die Lage in Europa aber entspannter als in den USA


Paris, 20. Mai 2008 – Die Europäer sorgen sich am meisten im Bereich finanzielle Sicherheit. Zwei von drei befürchten Kreditkartenmissbrauch und fast ein Drittel hat Angst vor Zahlungsunfähigkeit. Der Unisys Security Index ist eine globale Studie, die privaten Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand aufzeigt, welche Sicherheitsbedenken Verbraucher haben. Dabei erfasst die Studie die Einschätzung der finanziellen, persönlichen, Internet- und nationalen Sicherheit.

Der Unisys Security Index wird jährlich zweimal durchgeführt, zuletzt im März 2008. Dabei werden 13.000 Menschen in weltweit 14 Ländern befragt. Für jedes Land ergibt sich ein Index von 0 - 300. Dabei bedeutet ein Index von 0 keine Sicherheitsbedenken, ein Wert von 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken an.

In Europa wurden mehr als 6.000 Erwachsene befragt. Hier ergab sich ein Index von 116. Europäische Verbraucher sind also insgesamt mäßig um ihre Sicherheit besorgt. In den USA sind die Sicherheitsbedenken mit einem Security Index von 151 insgesamt viel höher als im europäischen Mittel. Allerdings gibt es in Europa erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Deutschland steht beispielsweise mit einem Index von 165 an der Spitze – weit über dem europäischen Mittelwert, sogar über dem Index der USA und doppelt so hoch als der Index für Frankreich mit einem Wert von 76.

“Auch in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität und trotz gravierender Verluste persönlicher Daten durch Regierungsinstitutionen in manchen Ländern, sind die Europäer insgesamt wenig besorgt um ihre nationale, persönliche, finanzielle und Online-Sicherheit“, sagt Rene Head, Director Enterprise Security Continental Europe, Unisys. “Sieht man sich die Länder im Einzelnen an, ergeben sich erheblich unterschiedliche Einschätzungen der einzelnen Sicherheitsbereiche. Jedoch sind sich alle Europäer in einem Punkt einig – Bedenken im Bereich finanzielle Sicherheit stehen für sie an vorderster Stelle. Für staatliche Institutionen und Unternehmen sind die Daten und Trends des Unisys Security Index extrem hilfreich, wenn es um die Entwicklung oder Erweiterung von Sicherheitsrichtlinien und -Maßnahmen geht.“

Die Ergebnisse zeigen:

Seit der Veröffentlichung des ersten Security Index im Oktober 2007 haben die Deutschen ihre Spitzenposition als ängstlichste Nation verteidigt. Der Index hat sich sogar um fünf Prozentpunkte auf 165 erhöht.

Ganz im Gegensatz zu Frankreich, das sich am unteren Ende der Skala mit einem Index von nur 76 Punkten befindet. Spaniens Bedenken in Sachen Sicherheit haben sich signifikant verändert, nicht nur durch das Ansteigen des Index um 23 Punkte auf 138, sondern auch durch das Vorrücken vom vierten auf den zweiten Platz im Ländervergleich. Die Briten dagegen sind wieder unbesorgter: hier ist der Index um 21 Punkte auf 117 gesunken. Allerdings sind die Briten weit davon entfernt rundum entspannt zu sein, denn mehr als die Hälfte der britischen Verbraucher sind besorgt um Kreditkarten- und Datenmissbrauch.

Schutz von Kreditkartendaten genießt höchste Priorität bei Verbrauchern

Für alle Europäer ist Kreditkartenmissbrauch ein besonders besorgniserregender Aspekt. Am ängstlichsten zeigten sich die Deutschen (72 Prozent), gefolgt von den Spaniern (65 Prozent). In Frankreich, den Niederlanden, Belgien und in Großbritannien sind die Verbraucher in diesem Punkt weniger verunsichert als noch vor acht Monaten.

„Während der Missbrauch von Kreditkarten global betrachtet zunimmt, lässt die gesamteuropäische Abnahme des Indexwertes darauf schließen, dass das Vertrauen der Verbraucher in Finanz- und Kreditinstitute und deren Fähigkeit Daten zu schützen und Missbräuche aufzudecken wieder zunimmt. Trotzdem sollten Banken nicht nachlässig sein, sondern kontinuierlich in hochentwickelte Sicherheitsmechanismen investieren“, kommentiert Head.

Kreditkrise beeinflusst Sorge um finanzielle Sicherheit

Die Kreditkrise, ökonomische Unsicherheiten und steigende Kosten für Konsumgüter beeinflussen die Verbraucher europaweit. Ebenso fürchten sich immer mehr Europäer davor, ihre Verpflichtungen aus Krediten und Hypotheken nicht erfüllen zu können. An erster Stelle stehen hier die Spanier mit 44 Prozent, gefolgt von den Deutschen und Italienern. Die Franzosen bleiben auch hier ungerührt mit nur 7 Prozent.

Missbrauch persönlicher Daten bleibt eine Bedrohung

Darüber, dass Unbefugte Zugang zu persönlichen Daten bekommen könnten, zeigen sich 50 Prozent der Befragten besorgt oder sehr besorgt. Fast acht von zehn Deutschen (78 Prozent) bewerten dies als signifikante Bedrohung. Ganz oben in der Prioritätenliste steht der Schutz persönlicher Daten auch bei den Briten: 61 Prozent bezeichnen sich als sehr besorgt über diesen Aspekt.

„Eine Überraschung ist es nicht, dass viele Verbraucher ängstlich in diesem Bereich sind. Eine ganze Verlustserie von persönlichen Daten auf Regierungsebene und die Zunahme bei Kreditkarten- und Identitätsbetrug nährt die Ängste der Verbraucher“, schlussfolgert Head.



 
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