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Newswatcher | 26 Dezember, 2007 12:35
Auch wenn oft aeltere Mitmenschen das Ziel sind - passieren kann es Jedem: Hausierer und Kriminelle an der Haustuer.
Beim Betrug an der Haustuere hat der Betrueger meist ein Ziel, dem Opfer einen Ratenkauf, ein Abonnement oder einen sonstigen Dienst- oder Werkvertrag anzudrehen. Geschickt wissen Betrueger ihre Opfer einzuwickeln, denen oftmals das boese Erwachen erst kommt, wenn der Vertrag unterzeichnet ist und der Besucher das Weite suchte.
Fuehlt man sich betrogen, kann der Kaeufer, innerhalb 2 Wochen vom Kaufvertrag zuruecktreten, vom gesetzlichen Widerspruchsrecht Gebrauch machen.
Das gesetzliche Widerspruchsrecht gilt jedoch nur, wenn der Besuch unaufgefordert erfolgte. Lud das Opfer den Betrueger selbst ein, kann von diesem Recht kein Gebrauch gemacht werden.
Schlimmer noch, Kriminelle erschleichen sich unter Vorspielung falscher Tatsachen, Zugang in die Wohnung des Opfers und rauben es dann aus.
Nun einige Tipps zum Schutz vor Haustuerbetrug und Kriminalitaet an der Haustuere:
Falls die Tuere doch geoeffnet wurde:
Gerade Senioren sind oftmals zu gutglaeubig, oeffnen zu leicht Fremden die Tuere. Dabei gehen Taeter aber auch sehr geschickt vor, sie geben beispielsweise vor, sich in einer Notlage zu befinden, bitten darum das Telefon benutzen zu duerfen, oder sie geben sich als Polizisten, Postmitarbeiter, Hausverwalter, Mitarbeiter des Elektrizitaetswerks, des Sozialamts, der Rentenversicherung, Spendensammler der Kirche usw. aus, oder als lange nicht mehr gesehenen Enkel.
Taeter rufen Opfer an, reden davon ein entfernter, lange nicht mehr gesehener Enkel zu sein, und dass man Geld braeuchte.
Oder Taeter kommen direkt vor die Haustuere, berichten von einem Ungluecks- oder Todesfall in der Familie oder bei Bekannten, oder richten von Verwandten oder Bekannten Gruesse aus, weil man gerade zufaellig in der Naehe war.
Wenn Taeter sich als “Mitarbeiter im offiziellen Auftrag“ ausgeben, rufen sie teilweise auch vorher das Opfer an, kuendigen den Besuch an oder fragen dreist nach einem Termin, mit dem Ziel Vertrauen beim Opfer zu schaffen.
Taeterinnen verlangen z.B. nach einem Glas Wasser, weil die angeblich schwanger seien, es ihnen schlecht gehe, oder dringend ein Medikament einnehmen muessen.
Taeter geben etwas fuer den Nachbarn ab, z.B. Blumen, weil diese nicht verkuemmern sollen, bitten sie das Opfer, die Blumen in Wasser zu stellen.
Taeter klingeln und bitten das Opfer nach Papier und einem Kugelschreiber, damit sie eine Nachricht fuer einen Nachbarn hinterlassen koennen, sie bitten das Opfer darum, sich kurz hinsetzen zu duerfen, oder eine Ablage als Schreibunterlage verwenden zu duerfen, und bitten das Opfer die Nachricht zu verfassen, vielleicht mit dem Vorwand eine Verletzung an der Hand zu haben oder nicht so gut Deutsch schreiben zu koennen. Tricks von Taetern sind noch weitreichender, so fragen sie z.B. ganz einfach nach der Toilette, seinen kurz davor sich in die Hose zu machen oder sie moechten angeblich einen entflogenen Vogel vom Balkon holen, stehen mit einem Baby, evtl. sogar eine eingewickelte Puppe, vor der Haustuere, fragen, ob sie schnell das Kind wickeln koennen.
All diese Aktionen haben nur ein Ziel, der Taeter moechte in die Wohnung des Opfers, um es zu betruegen oder auszurauben.
Wenn man helfen moechte, aber nicht der Gefahr von UEberfall ausgesetzt sein moechte, so sichert man die Tuere mit der Sperrkette oder dem Sperrbuegel, und gibt ein Glas Wasser oder einen Stift mit Papier hindurch, trotzdem vorsichtig sein, darauf gefasst sein, dass der Taeter den Arm greift, oder man bietet an uebers Telefon Hilfe herbeizurufen.
Sollten Sie sich bedroht fuehlen, so rufen Sie sofort die Polizei! Misstrauen gegen Fremde ist Ihre beste Verteidigung!
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