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POL-WI: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Westhessen zur Bekämpfung der Kriminalität in der Winterzeit

Newswatcher | 07 Januar, 2008 18:41

Wiesbaden (ots) - Erfolgreiche Polizeiarbeit bei der "Bekämpfung der Kriminalität in der Winterzeit"


Seit November 2007, dem Beginn der sogenannten WINTERZEIT, finden im Zuständigkeits-bereich des Polizeipräsidiums Westhessen besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der Delikte Wohnungseinbruchsdiebstahl, hier besonders der Dämmerungswohnungseinbrüche (16.00 bis 21.00 Uhr), Taschendiebstähle, Pkw-Aufbrüche, insbesondere mit Zielrichtung Navigationsgeräte statt. Deren Ziel ist es, durch Sensibilisierung potentieller Opfer und gezielter Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen in Form vermehrter sichtbarer Präsenz und verdeckter ziviler Maßnahmen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, Straftaten zu verhindern oder aufzuklären und potentielle Tatverdächtige zu ermitteln und festnehmen zu können. So gelang den Fahndern nach intensiven Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen in der Nacht zum 23.11.07 wie bereits gemeldet die Festnahme von 2 Automardern im Alter von 18 und 19 Jahren, die es im Bereich des 3. Polizeireviers auf Navigationsgeräte abgesehen hatten. In den anschließenden Vernehmungen räumten die Täter insgesamt 32 Autoaufbrüche ein, führten die Beamten zum Versteck eines Teiles ihrer Beute und nannten ihren Hehler, der die gestohlenen Geräte an einen An- und Verkäufer weitergab. Die Schadenshöhe wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mussten die beiden Wiesbadener wegen fehlender Haftgründe auf freien Fuß gesetzt werden.

Am 11.12.07 gelang nach Hinweisen auf eine Wohnung im Wiesbadener Westend wie ebenfalls bereits gemeldet die Festnahme von 21 Rumänen - 17 Männern und 4 Frauen im Alter zwischen Anfang 20 und bis Mitte 40 -, die verdächtigt werden, sowohl Trick- und Taschendiebstähle auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt als auch Warenkreditbetrügereien in größerem Stil begangen zu haben. In der Wohnung konnte eine Kleinbusladung betrügerisch erlangter Waren, wie z.B. elektrische Küchengeräte, LCD-Fernseher, Handys, Kleidungsstücke und Schmuck sichergestellt werden. Aufgrund von aufgefundenen Schriftstücken ist allerdings davon auszugehen, dass ein Großteil weiterer durch Einsatz von EC-Karten erlangter Waren bereits weiterverkauft oder abtransportiert wurden. Gegen einen der Festgenommenen bestand ein Haftbefehl, der umgehend vollstreckt wurde. Da es sich bei den anderen um Handlanger handeln dürfte, ihnen konkrete Straftaten nicht nachgewiesen werden konnten und sie bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten waren, wurden sie auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern allerdings an. Als Folgemaßnahme konnten auf der Autobahn bei Aschaffenburg drei vollbesetzte Fahrzeuge mit Wiesbadener Kennzeichen angehalten werden, in denen Diebesgut bzw. vermutlich betrügerisch erlangte Waren sowie eine Person aufgefunden werden, die bei der Wiesbadener Festnahmeaktion bereits aufgefallen war.

Neben diesen Fahndungserfolgen ist es wichtig, bei aufsuchender Öffentlichkeitsarbeit in Wohngebieten, die in der Vergangenheit von sog. Dämmerungswohnungseinbrüchen betroffen waren, die Bewohnerinnen und Bewohner auf ihre Mitwirkungsmöglichkeiten durch richtiges Verhalten bei der Kriminalprävention und den kostenlosen Service der Sicherheitsberatung vor Ort durch die Polizeiliche Beratungsstelle hinzuweisen. Beratungstermine können unter, wenn die der Rufnummer 0611/ 345-1051 und 345-1052 vereinbart werden. Es wäre wünschenswert, wenn die Bürgerinnen und Bürgern von dieser sinnvollen Möglichkeit mehr Gebrauch machen würden, auch ohne selbst vorher Opfer geworden zu sein. Denn Opfer eines Wohnungseinbruches können alle werden, ob sie in Ein- oder Mehrfamilienhäusern wohnen. Nicht zu vergessen die Bitte, bei Beobachtungen von Personen, die sich verdächtig an Fahrzeugen oder Wohnhäusern verhalten, die Polizei über Notruf 110 zu verständigen, ohne die Beobachteten anzusprechen. Denn die Polizei kann nicht gleichzeitig überall sein aber durch Hinweise aus der Bevölkerung kann jedes Jahr eine Vielzahl vor Straftaten verhindert oder geklärt werden.



 
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