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Frieden ist nur eine Utopie - weltweite Ausdehnung und Zunahme der Konflikte

Newswatcher | 13 September, 2007 10:51

Seit Anfang 2007 wurden bereits mehr als (geschaetzte) 1000 Milliarden US Dollar fuer Kriegsfuehrung aufgewendet; diese Zahl wurde vor einigen Monaten von der franzoesischen Zeitung Le Monde publiziert. Dies uebersteigt bereits wieder die Ruestungsausgaben des Kalten Krieges.

Wo ist all dieses Geld geblieben? Der ueberwiegende Teil floss als Ruestungsaufwendungen in die diversen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und Afrika.


Kriege und Kriegsfuehrung aendern ueber die Jahrzehnte das Gesicht. Von den Schlachtfeldern des 18. und 19. Jahrhunderts, ueber Gas- und Grabenkriege, bis hin zu Nuklearschlaegen gegen Japan und der mobilen Kriegsfuehrung des 20. Jahrhunderts, bis hin zum aktuellen Krieg der Kulturen, Antiterrorkrieg. Weder die Zahl der Kriege, noch deren Ausmass oder Intensitaet haben sich verringert, im Gegenteil.

Unser Planet ist nicht friedlicher geworden. Auch ueberschuldete und angeblich arme Laender und Kontinente wie Afrika geben Milliarden fuer Waffen aus, Geld, welches nicht zuletzt auch als Entwicklungshilfe vom Westen bezahlt wurde; die gleichen Laender, die Entwicklungshilfe leisten, liefern diesen Laendern dann Waffen aller Art. Eine Perversion hoechsten Grades und Taeuschung der Buerger im Westen ueber die Wahrheit z.B. des armen Afrikas, das in Wirklichkeit ob seines Reichtums an Bodenschaetzen, heiss umgekaempft ist. Afrika ist superreich, nur leider durch und durch korrupt und total von Misswirtschaft, Unvernunft und kulturellem Unvermoegen gepraegt, eine funktionierende Gesellschaft zu entwickeln.

Allein in 2006 wurden weltweit ca. 1250 Milliarden US Dollar fuer Waffenkaeufe aufgewendet.

Der Glaube, man koenne eine zerrissene Welt der verschiedenen und opponierenden Kulturen zu einem friedlichen Zusammenleben zusammenfuehren, hat sich als pure Utopie erwiesen. Der Ende des Kalten Kriege hat der Welt nicht einen neuen Frieden beschert, sondern im Gegenteil eine Welt des Krieges. Auch die EU-Erweiterung, die angeblich zum Weltfrieden beitragen sollte (so haben manche Politiker versucht den EU-Buergern dies zu verkaufen) oder die Ausweitung der NATO hat keinen Frieden gebracht.

Im Gegenteil: sie hat Russland zu einem neuen Wettruesten animiert. Es ist voellig vorhersehbar, dass Russland seine immensen Entwicklungskosten fuer neue Bomben und U-Boote u.a. auch durch einen verstaerkten Waffenverkauf versuchen wird auszugleichen!

Russland sieht sich durch die Ausweitung von EU und NATO direkt in wirtschaftlichen Interessen bedroht und setzt dies gleich einer direkten Sicherheitsbedrohung. Kein Wunder, wurde Russland durch die Jahrhunderte etliche Male vom Westen direkt bedroht und angegriffen Der Westen uebersieht, dass Russlands Seele noch lange nicht die Geschichte vergessen hat; mit einem Ex-Geheimdienstoffizier als Praesidenten duerfen wir darauf vertrauen, dass dies noch lange so bleiben wird. Putins Nationalismus wird dafuer sorgen.

Da der US-Kultur (insbesondere der modernen Drogen- und Hip-Hop-Kultur) ein Gefuehl fuer Geschichte abgeht, da die USA dafuer zu jung sind, uebersehen die USA die geschichtlichen Fakten, aus denen man lernen koennte.

Als Reaktion auf das Verhalten des Westens, Russland ein Mitspracherecht in vielen Belangen zu verweigern, ruestet Russland auf und wird, u.a. um dies bezahlen zu koennen und um Macht ausueben zu koennen, das Gasmonopol ganz drastisch ausbauen und politisch missbrauchen.

Statt dem entgegen zu wirken, macht sich der Westen mehr und mehr vom russischen Gas abhaengig, und FOERDERT so noch die Moeglichkeiten der Aufruestung Russlands, zumindest indirekt.

Russland stockt beharrlich Jahr um Jahr die Verteidigungsausgaben um 20% auf. Nur noch China haelt da mit, ein Land, dass ebenso die Waffenverkaeufe verstaerkt, wie Russland.

Die Situation wird umso schlimmer, wenn Russland das START-Abkommen aufkuendigt. Putins Ankuendigung, sich wieder den noch nicht voll ausgenutzten Munitionen des Kalten Krieges zuwenden zu wollen, laesst Boeses ahnen.

Die Hoffnung und Strategie des Westens, allen voran der USA, durch rasche militaerische Uebermacht in einen Prozess des Nation Building und der Friedensmission ueberzugehen, ist misslungen, ebenso auch wie die deutsche Friedensmission. Die Politik mag behaupten, was sie will. Weder im Kosovo, noch in Afghanistan, Irak, im Nahen Osten oder in Somalia ist die Lage stabil. Sie wird es auch niemals werden, so wie sie es auch niemals war, ausser zu Zeiten von Diktatur und Tyrannei.

Es wird Zeit, dass sich der Westen dessen bewusst wird, sich darauf einstellt und entsprechend handelt. Das Verhalten des Westens ist grundlegend falsch und hat die Konflikte nur verbreitet, auch bis nach Europa selbst. Die aalglatte Politik der Vermittlung, das Nachgeben gegen Faktionen wie Hezbollah (mit denen Deutschland intime Verbindungen pflegt), gegen Iran, gegen Opiumzüchter usw. ist TOEDLICH fuer den Westen, denn davon profitieren direkt Terrorbanden und islamistische Wahnsinnige.

Der Traum, durch eine ueberlegene Technologie schnell siegen zu koennen, mit minimalen Verlusten, hat sich ausgetraeumt. Es ist wieder der Krieg Mann gegen Mann, blutig, ruecksichtslos, ein Guerillakrieg ungeahnten Ausmasses, der absolut und mit Fug und Recht als 3. Weltkrieg bezeichnet werden kann und muss. Ein Krieg der Kulturen.

Inmitten eines andauernden Krieges von Friedensmissionen zu reden, mutet laecherlich an. Volksgruppen, die sich nicht „befrieden“ lassen wollen, die nicht mit Unglaeubigen im Frieden leben wollen, koennen nicht mit humanitaeren Friedensmissionen zu Freunden gemacht werden. Die Geschichte UND die augenblickliche Weltlage zeigt dies.

Richtig waere vielmehr ein Abzug von Bodentruppen, Vernichtung der Struktur des Feindes mit allen verfuegbaren Mitteln, insbesondere Vernichtung der Opiumfelder in Afghanistan und haertestmoeglicher Kampf gegen die Opium/Heroinrouten- und banden bis in die Tuerkei, um den Terroristen den Geldhahn abzudrehen, sowie wirtschaftliche Isolierung des Iran, Verzicht auf dessen Oel und Gas, Investition der durch Abzug der Truppen freiwerdenden Gelder in Technologien, die uns von Oel und Gas unabhaengig machen, und Abschottung des Westens gegen die Feinde, die bereits UNTER uns sind.

Die derzeitige Politik ist WEIT davon entfernt, die Welt einem Frieden naeher zu bringen. Sie muss grundlegend und umfassend und vor Allem sehr bald geaendert werden. Das manche Gruppen in der Politik und Industrie Geschaefte mit Oel und Gas machen wollen, ist schon klar; Putin muss dabei ebenso kritisiert werden wie Bush, aber auch Frankreich und Deutschland. Diese Laender sind in dieser Beziehung ueberhaupt nicht verschieden von Bush oder Putin. Auch Oesterreich versucht mit einer Gaspipeline in den Iran Milliarden zu scheffeln. Als das muss gestoppt werden.

So, wie sich momentan die naehere Zukunft abzeichnet, kommt auf die Welt noch sehr viel MEHR Krieg zu, als es derzeit bereits der Fall ist.

Europa muss dringend handeln, aber anders, als es aktuell der Fall ist.



 
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