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Newswatcher | 14 November, 2007 09:54
Ein Betriebssystem verzichtet darauf, Computer standardmaessig mit einer Firewall gegenüber unberechtigten Zugriffen aus dem Internet abzudichten. Ein paar boeswillige Programmierer dringen durch diese offenen Zugaenge in Millionen von Computern ein, nutzen eine Sicherheitslücke aus und starten massive Attacken auf Webseiten. So haben Wuermer wie Sasser und Lovsan dank schlampiger Windows-Sicherheit Millionenschaeden angerichtet. Mit Windows Vista geht das heute nicht mehr so einfach - die Firewall ist standardmaessig aktiviert. Nicht so bei Apples neuem Betriebsystem Leopard.
Gut zwei Millionen Leopard-Kaeufer installieren auf ihren Computern unwissend ein dank deaktivierter Firewall gegenaeber Netzschnüfflern offenes Betriebssystem. Juergen Schmidt, Chefredakteur des Fachmagazins "heise Security" dazu: Apple ist mit dieser Firewall auf dem Sicherheitsniveau, das Microsoft vor drei Jahren hatte.
Das Fazit: In der jetzigen Form schuetzte die Firewall in Leopard Nutzer ueberhaupt nicht vor Versuchen aus dem Internet, Sicherheitsluecken ausnutzen. Apple-Sprecher Georg Albrecht antwortet auf eine entsprechende Anfrage von Spiegel Online: "Derzeit kann ich dazu nichts Naeheres sagen." Kein Kommentar also...Die Probleme der Leopard-Brandmauer gegen Web-Eindringlinge gehen aber über eine nachlaessige Standardeinstellung hinaus. Der IT-Sicherheitsberater Rich Mogull beschreibt in seinem Blog, dass eine einmal aktivierte Leopard-Firewall auf dem Mac installierte Programme beschaedigen kann. Er hatte das beim Video-Chat-Programm Skype bemerkt. Beim Programmstart passierte das: "Keine Warnung, das Symbol tanzt im Dock auf und ab und verschwindet dann." Kein Programmstart - Skype laeuft nicht mehr.
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