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Newswatcher | 26 Oktober, 2007 11:32
Vista, Office, Photoshop gibt es im Web umsonst oder spottbillig angeboten... Ob die Crackz und Serien-Nummern verboten sind, ist nicht ganz klar - aber man kann davon ausgehen. Klar ist aber: Die Download-Seiten sind gefaehrlich.
So wie sich die Afrika-Mafia und islamische Extremisten aus Frankreich und Spanien in Bezug auf Betrug mit Kreditkarten-Kopien spezialisiert haben, konzentrieren sich jetzt mehr und mehr Verbrecher aus Ost-Europa, Russland und Fernost auf das erschleichen von Daten mittels so-genannte OEM Software und Raubkopie-Software-Angeboten. FINGER WEG DAVON ist der einzige Schutz!
Der Test solcher Angebote zeigte es: nach einer Viertelstunde passierte, was wir erwartet hatten. Um ein gecracktes Nero 8 zu finden, suchten wir beim Warez- und Serialz-Verzeichnis Astalavista, bei UnderSearch und New-Warez. Der Virenscanner hatte schon ueber 400 Cookies registriert und Firefox vergeblich gegen ein paar Pop-ups gekaempft – da oeffnete sich beim Aufrufen von GreatCracks ploetzlich ein Fenster, das in alarmierendem Ton vor Spyware warnte und die Installation des Tools „WinAntiVirus 2007 Pro“ empfahl. Anti-Spyware sei das, sie wuerde Spionage-Software zuverlaessig entfernen. Klicken Sie OK!
WinAntiVirus 2007 Pro, das hoert sich nicht suspekt an, doch wer sich auskennt, klickt garantiert nicht auf den OK-Button. Das Programm ist sogenannte Rogue-Anti-Spyware, gefaelschte Anti-Spyware also, die statt das System zu schuetzen, eine ganze Armada von Schadprogrammen darauf installiert. Zunaechst warnt das betruegerische Tool vor einem Trojaner namens Trojan SPM/LX*. Wer nicht weiss, dass es den gar nicht gibt, laedt moeglicherweise die empfohlenen weiteren Komponenten von WinAntiVirus nach. Die schalten den Virenscanner ab, laden noch mehr Erweiterungen nach, blenden Werbung ein, schnueffeln auf der Festplatte, suchen Kreditkartennummern, Passwoerter und andere vertrauliche Daten. Wer in diese Falle tappt, fuer den kann der Besuch auf der Warez-Seite teuer enden: Der wundert sich bei seiner naechsten Bankabrechnung moeglicherweise ueber eine bis zum Anschlag belastete Kreditkarte – weil die Daten zu leichtsinnig zur Zahlung solcher illegalen Angebote preisgegeben wurden oder weil die Daten ausgespaeht wurden.
Da es sich hier um illegale Angebote handelt, hilft uebrigens die Polizei bei der Aufklaerung nicht weiter – das Geld ist dann weg!
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