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Newswatcher | 26 Oktober, 2007 11:34
So paradox es auch klingt: Das Programm, das uns die Webseite GreatCracks unterzujubeln versuchte, ist noch eine vergleichsweise harmlose Malware.
Immerhin fragt sie nach, ob sie sich installieren darf. Und da sie schon ein paar Monate alt ist, steht sie mittlerweile in der Signatur jedes ernst zu nehmenden Virenscanners. Es geht auch perfider: Die grossen Viren-Labs verzeichneten in den letzten Monaten einen extremen Anstieg webbasierter Malware. Darunter fassen die Sicherheitsexperten virenverseuchte Webseiten zusammen, die ohne Wissen oder Zustimmung des Anwenders im Hintergrund Programme installieren.
Die Wege auf den Rechner des Opfers sind nahezu unergruendlich, wie in einem aktuellen White Paper des Security-Unternehmens Trend Micro nachzulesen ist: Die sogenannten Web-Threats schleusen Schadcode zum Beispiel ueber Schwachstellen in Mediadateien ein, wenn diese direkt im Browser wiedergegeben werden – wie bei YouTube oder MySpace. Sie nutzen ActiveX-Steuerelemente, erzwingen den Download vermeintlich fehlender Codecs oder Programmkomponenten, sie nutzen ungepatchte Luecken in Browsern oder anderen mit dem Web verbundenen Programmen wie QuickTime oder den Acrobat Reader – und infizieren den PC im schlimmsten Fall eben schon beim einfachen Webseiten-Besuch.
Gefaehrlicher als Pharming, Phishing und Spam
Ist der Rechner einmal infiziert, ist das Szenario das uebliche: Er wird Teil eines Botnetzes und damit zur Spam-Schleuder; Browser-Hijacks leiten zu falschen Webseiten weiter, Spyware sammelt Daten zusammen. Rainer Link beobachtet als Senior Security Specialist bei Trend Micro unter anderem die globale Malware-Entwicklung und sieht in Web-Threats eine Riesengefahr: Auf der Liste der groessten Bedrohungen belegen sie nach unserer Ansicht den dritten Platz nach Viren und Trojanern. Die Bedrohung aus dem Internet stufen wir somit gefaehrlicher ein als Pharming, Phishing oder Spam. Und die Konkurrenz bestaetigt diese Einschaetzung: E-Mails sind zwar immer noch der beliebteste Verbreitungsweg fuer Schaedlinge, sagt die Firma Panda Security. Doch das Sicherheitsverhalten der Nutzer hat sich veraendert, sie werden sich der Gefahren durch Spam immer bewusster. Also sind Internet-Betrueger auf neue Verbreitungswege angewiesen.
Nur eine erhoehte Aufmerksamkeit kann Internet-User schuetzen. Das ist da Fazit. Der eigene Verstand muss den User leiten und man muss sich ausreichend informieren. Sicherheit kann unbequem sein, aber dafuer auch enormen schaden verhindern helfen!
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