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Drive-By-Downloads im Internet - unerwuenschter Download bei Aufruf einer Webseite

Newswatcher | 02 August, 2007 09:46

dpa - Manchmal reicht es schon, kurz an einem dubiosen Ort vorbei zu schauen und schon steckt man in Schwierigkeiten. Das gilt fuer das normale Leben wie fuer das Internet.


Drive-By-Download nennt man einen Vorgang, bei dem ein Surfer sich mit dem Aufrufen einer Internetseite Schadprogramme einfaengt. Seit etwa einem Jahr wenden Kriminelle diese Methode verstaerkt an, um an Daten von Nutzern zu kommen, warnen Internetexperten.

Den Pfad zu mutmasslich verseuchten Internetpraesenzen finden die meisten Nutzer immer wieder in ihrem E-Mail-Fach: ueber Spam-Mails mit Links zu mehr oder minder verlockenden Scheinangeboten versuchen Kriminelle, Surfer auf ihre Internetseite zu locken. Auch Internetnutzer, die einen Messenger verwenden, kennen sicher Aufforderungen, diese oder jene Seite zu besuchen. Neugierige Surfer, die solchen Links folgen, setzen sich nicht selten einem Angriff aus.

Jeder sollte ein gesundes Misstrauen haben, sagt Andreas Marx, Geschaeftsfuehrer beim IT-Sicherheitsunternehmen AV-Test in Magdeburg. Dubiose Internetseiten zum Beispiel mit erotischen Inhalten oder Gluecksspielangebote stellten sich immer wieder als von Kriminellen praepariert heraus. Gelingt es ihnen, Schadsoftware auf einem Computer zu installieren, koennten solche Programme zum Beispiel Daten ausforschen. Einige Schadprogramme koennten sogar Bankueberweisungen abfangen, faelschen und im schlimmsten Fall an ein anderes als das vom Internetnutzer beabsichtigte Konto schicken.

Um sich vor solchen Angriffen zu schuetzen, sollten Internetnutzer ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand halten: mit den neuesten Patches, einem aktuellen Virenscanner sowie einer Firewall. Wichtig sei auch, dass der Browser in der jeweils neuesten Version verwendet wird. Denn die Hersteller der Browser dichten ihre Software staendig gegen Schwachstellen ab, nach denen Schadprogramme suchen. Sicherheitsluecken gibt es in jedem Browser, meint Marx. Besonders haeufig sei aber der Microsoft Internet-Explorer Ziel der kriminellen Programmierer, schon allein wegen seiner grossen Verbreitung.



 
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