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Deutscher Spion beim polnischen Premier ?

Newswatcher | 24 März, 2008 19:12

(Polskaweb.eu) Das polnische Nachrichtenmagazin "Wprost" brachte am Abend, eine unter Umständen für die deutsch- polnischen Beziehungen, katastrophale Meldung. Demnach könnte einer der Sicherheitsleute der letzten polnischen Regierungschefs als Spion schon seit Jahren für den Bundesdeutschen Nachrichtendienst (BND) arbeiten und unzählige geheime Informationen aus dem Bereich der polnischen Regierung an den deutschen Geheimdienst weitergereicht haben.


Wprost behauptet zumindest, dass Polens Spionageabwehr (ABW) seit ca. 8 Monaten den schlimmsten Spionagefall der letzten 20 Jahre untersuche, hierzu sei Mitte letzten Jahres u.a. ein geheimnisvoller Film gefunden worden, auf dem alle wichtigen Räumlichkeiten der Kanzlei des Premiers "en Detail" zu sehen seien. So z.B. auch Innereien von Klimaschächten, verborgene Computeranschlüsse, das Waffenmagazin inklusive aller Seriennummern der dort lagernden "Uzi" Maschinenpistolen, wichtige Details aus den Ein- und Ausgangsbereichen und sogar auf dem Schreibtisch des Premiers liegende Dokumente mit der Aufschrift "Streng Geheim". Was ebenso bedeutsam aufgenommen worden sein soll, waren z.B. auch Kanten von Bilderrahmen, die nicht selten von Geheimdienstlern zur Unterbringung von sg. "Wanzen" für Abhörtätigkeiten benutzt werden. Dieser Film soll schon im Jahre 1997, also noch in der Zeit von W³odzimierz Cimoszewicz als polnischer Premier entstanden sein, schreibt das rechts-konservatives Nachrichtenmagazin.

Nach den Feststellungen von "Wprost" soll es sich bei der Filmaufnahme um das Werk eines Beamten der Sicherheitstruppe "BOR" handeln, welche zum Geheimdienst gehört. Dieser soll während eines Probealarms für das Feuermeldesystem in der Kanzlei des Premiers die Abwesenheit aller anderen Personen im Hause dazu planmäßig ausgenutzt haben, um gezielt in weniger als 19 Minuten sämtliche wichtigen Detailaufnahmen der Umgebung des Regierungsschefs zu filmen. Sofort nach der Entdeckung dieses Films haben Beamte der Spionageabwehr die Kanzlei des Premiers, in Anwesenheit von Jaros³aw Kaczyñski, auf den Kopfe gestellt, jedoch keine Wanzen oder Ähnliches gefunden, schreibt "Wprost" weiter. Der "ABW" habe in weiteren Ermittlungen nun festgestellt, dass eine Kopie dieses Filmes an den deutschen Geheimdienst gegangen sein soll, seitdem bearbeite die Agentur für innere Sicherheit unter strengster Geheimhaltungdiesen Fall. Am Montag wird diese Meldung auch in allen anderen großen polnischen Printmedien zu lesen sein. "Polskaweb" meint, entweder wieder eine in Szene gesetzte Intrige der Kaczynski Brüder um die jetzige Regierung gegen Deutschland aufzubringen, oder ein überaus ernstzunehmender und sehr bedenklicher Angriff Berlins auf die in der deutschen Sache äusserst Sensiblen Gefühle der Polen.

Herausgeber: Polskaweb

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