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Newswatcher | 12 Februar, 2008 15:04
bfai erwartet Wechsel an der Poleposition im zweiten Halbjahr 2008
China schickt sich an, Deutschland als Exportweltmeister abzulösen. Im 2. Quartal 2007 wurden bereits die ehemals weltweit an zweiter Stelle liegenden USA überrundet. Das noch führende Deutschland wird seinen Weltmeistertitel aller Voraussicht nach im Verlauf der zweiten Hälfte 2008 an China abgeben müssen. Im Zeitraum von 1978 bis 2006 verzehnfachte sich der Anteil der Volksrepublik am Weltexport von 0,8 auf 8,0%.
Die Ausfuhrerfolge des Reichs der Mitte beruhen dabei nur unwesentlich auf Billigprodukten. China ist mit einem Exportanteil von 18,5% schon heute größter Lieferant in der Branche Elektronik, ebenso wie für Elektrotechnik mit 13,4% (alle Werte für 2006). Im Bereich Stahl lag das Land 2006 mit einem Ausfuhranteil von 8,7% zwar noch knapp hinter Deutschland (8,8%), doch auch hier wird es 2007 einen Wechsel an der Spitze geben. Auch bei Maschinen und Chemischen Erzeugnissen muss künftig stärker mit China gerechnet werden. Einzig der Pkw-Sektor blieb bisher von Angriffen verschont.
Der Erfolg chinesischer Exporteure auf den Weltmärkten hätte sich allerdings niemals ohne das Engagement ausländischer Investoren einstellen können. Einschließlich des 1. Quartals 2007 beliefen sich die kumulierten Zuflüsse auf mehr als 735 Mrd. $, und die mit diesen Geldern aufgebauten Firmen stellten schon 1995 gut 30% der gesamten chinesischen Ausfuhren. Bis 2000 erhöhte sich diese Quote auf knapp 50% und pendelt seither um Werte zwischen 55 und 58%.
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