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Polizeiliche Kriminalstatistik 2007 / Positive Entwicklungen nicht erkennbar! / BDK fordert weitergehende Studien!

Newswatcher | 23 März, 2008 14:09

(Birkenwerder) - „Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt in der heutigen Form nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kriminalität. Die Schere von erfassten und bearbeiteten Fällen scheint mit der Entwicklung der tatsächlichen Kriminalität immer weiter auseinander zu gehen“, so der Berliner BDK-Landesvorsitzende Rolf Kaßauer. „Als Berufsverband fordern wir daher eine Ausweitung der empirischen Sozialforschung. Eine Studie über tatsächliche Kriminalität und Anzeigeverhalten ist in Berlin längst überfällig!“


Rolf Kaßauer weiter: „Nach wie vor ist die Gewaltkriminalität in der PKS auf einem hohen Niveau. Die tatsächliche Entwicklung der Gewaltkriminalität dürfte jedoch dramatischer sein, als die PKS es erkennen lässt. Das kann auf das Anzeigeverhalten zurückgeführt werden. Deutlich wird dies bei der Betrachtung der Entwicklung der Raubüberfälle auf Geschäfte sowie Einbruchsdelikte, die von Geschädigten regelmäßig angezeigt werden, um die versicherungsrechtlich notwendige Anzeige vorlegen zu können!“

„Auch die Zählung von Vermögens- und Einbruchsdelikten lässt nicht die tatsächlichen Ausmaße erkennen, solange mehrere gleichgelagerte Straftaten eines Täters zum Nachteil eines Geschädigten als nur eine Tat gezählt wird. Dies ist vor allem beim Betrug der Fall!“, so Rolf Kaßauer weiter.

„Insbesondere im Bereich der Internetkriminalität hinken wir in der Bekämpfung und Aufklärung weit hinterher. Die Ermittlungen im Bereich IuK (Information und Kommunikation) gestalten sich schwierig und benötigen Expertenwissen, dass nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht. Hier gilt es personell und technisch aufzurüsten, um die Kriminalität der Zukunft auch professionell bekämpfen zu können!“

„Letztendlich gibt die PKS auch keine Auskunft über die tatsächlichen Probleme der Kolleginnen und Kollegen bei der Bekämpfung der Kriminalität durch die Überlastung. Untersuchungen bei der Kriminaltechnik dauern bis zu zwei Jahre. Das kann so nicht bleiben, hier benötigen wir dringend weitere Ressourcen“ so Rolf Kaßauer abschließend.

Quelle/Kontaktadresse:
Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. Landesverband Berlin (BDK)

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